Zusammenhang zwischen Vitamin D und Lebensqualität bei Rheuma

Donnerstag 27-August-2015

Je weniger Vitamin D sich im Blut befindet, desto schlechter ist die Lebensqualität für Patienten mit rheumatoider Arthritis. Das ist das Ergebnis einer neuen, im Journal of Clinical Rheumatology veröffentlichten Studie. Dabei stellte sich auch heraus, dass nicht weniger als 76% der Teilnehmer unter Vitamin-D-Mangel litten.

 

Rheumatoide Arthritis (Rheuma) ist gekennzeichnet durch chronische Entzündungen in den Gelenken der Hände und Füße. Zu den Symptomen gehören unter anderem Muskelschwäche, chronische Schmerzen sowie Schwellung und Verformung der Gelenke. Das kann die Lebensqualität bei einem Rheumapatienten stark beeinträchtigen.

 

Die Wissenschaftler untersuchten die Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Gehalt im Blut, Lebensqualität und Krankheitsaktivität. 97 Rheumapatienten nahmen an der Studie teil; die Kontrollgruppe bestand aus 28 Patienten mit Arthrose. Bei Arthrose wird das Beschwerdenmuster durch Gelenkverschleiß verursacht; Entzündungen spielen dabei keine Rolle.

 

Gemessen wurde unter anderem der Serumgehalt von Vitamin D. Die Teilnehmer füllten den Fragebogen zum Beck-Depressions-Inventar (BDI) aus, mit dem sich die Schwere einer Depression bestimmen lässt. Der Fragebogen DAS28 wurde als Maßstab für die Krankheitsaktivität bei Rheuma verwendet. Die Testbatterie wurde ergänzt durch diverse andere Fragebögen, um ein Bild der Lebensqualität zeichnen zu können.

 

Die Untersuchung ergab, dass nicht weniger als 76% der Rheumapatienten unter Vitamin-D-Mangel litten (< 50 nmol/L). Bei ca. 38% von ihnen war der Mangel sogar sehr stark ausgeprägt (<25 nmol/L). Der Vitamin-D-Gehalt bei Rheuma- und Arthrosepatienten unterschied sich kaum. Es schien aber so zu sein, dass Patienten mit aktivem Rheuma umso mehr Krankheitsaktivität zeigten, je niedriger der Vitamin-D-Gehalt lag. Außerdem erreichten Rheumapatienten mit Vitamin-D-Mangel signifikant schlechtere Werte in den Fragebögen zu Gesundheit, Lebensqualität und Depression als der kleine Prozentsatz von Rheumapatienten mit einem höheren Vitamin-D-Gehalt.

 

"Vitamin-D-Mangel kommt bei Rheumapatienten sehr häufig vor. Er geht einher mit einer schlechteren Lebensqualität und erhöhter Krankheitsaktivität (Letzteres nur bei Patienten mit aktivem Rheuma). Zukünftige Forschung muss zeigen, ob zwischen dem Vitamin-D-Gehalt und der Lebensqualität bei Rheumapatienten auch ein kausaler Zusammenhang besteht."

 

Frühere Forschung (2012) hat ergeben, dass ein Serumgehalt von 75 nmol/L Vitamin D Entzündungsreaktionen im Körper hemmen kann, dass dies aber bei niedrigerem Gehalt nicht geschieht. 

Quellen

  1. Raczkiewicz A et all, Vitamin D status and its association with quality of life, physical activity, and disease activity in rheumatoid arthritis patients, J Clin Rheumatol. 2015 Apr;21(3):126-30.
  2. Zhang Y, Leung DY, Richers BN, Liu Y, Remigio LK, Riches DW, Goleva E, Vitamin D inhibits monocyte/macrophage proinflammatory cytokine production by targeting MAPK phosphatase-1, J Immunol. 2012 Mar 1;188(5):2127-35. 

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