Fünf Dinge, auf die Sie achten sollten: Anzeichen von Jodmangel

Mittwoch 17-Mai-2017

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Bei Jodmangel denkt man sofort an Schilddrüsenunterfunktion. Vielleicht auch an eine gestörte kognitive Entwicklung. Aber machen Sie sich auch Gedanken über Magenbeschwerden und Trockenheit von Haut, Mund und Augen? Hier erfahren Sie, wie Sie die fünf wichtigsten Anzeichen von Jodmangel bei Ihren Klienten erkennen.

 

1. Schilddrüsenunterfunktion

Das bekannteste Problem bei Jodmangel ist die Schilddrüsenunterfunktion. Die Schilddrüse braucht Jod zur normalen Bildung von Schilddrüsenhormonen. Diese Hormone regulieren den Stoffwechsel und steuern Wachstumsprozesse. Die Symptome, über die sich Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion beklagen, sind daher weit gestreut: Gewichtszunahme trotz geringem Appetit, Kältegefühl, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Depression sowie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Tritt Ihnen dieses Muster entgegen? Befragen Sie den Klienten in einem solchen Fall nach seinen Ernährungsgewohnheiten, empfehlen Sie geeignete Veränderungen und erforderlichenfalls auch ein gutes Jodsupplement.

 

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2. Trockene Haut und verringertes Schwitzen

Wussten Sie schon, dass bis zu zwanzig Prozent des in unserem Körper vorhandenen Jods in der Haut gespeichert wird? Insbesondere die Schweißdrüsen enthalten viel Jod. Ein Mangel an Jod in der Schweißdrüsen äußert sich in trockener Haut und einer verminderten Schweißabsonderung. Klagt Ihr Klient über trockene Haut, Risse und Schrunden? Kommt selbst in der Sauna das Schwitzen nur mühsam in Gang? Dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Jodmangel handelt.

 

„Neben Magnesium und Vitamin D zählt Jodmangel zu den drei häufigsten Mangelerscheinungen“

- Dr. Mercola

3. Magen- und Verdauungsbeschwerden

Ein Mangel an Jod im Magengewebe führt zu einem Magensäuremangel. Magensäure ist notwendig, um die Nahrung zu verdauen, sodass die Nährstoffe gut vom Körper aufgenommen werden können. Doch warum wird dafür Jod benötigt? Die Magenzellen verwenden Jod, um Chlorid zu binden. Wenn zu wenig Chlorid zur Verfügung steht, wird auch zu wenig Magensäure gebildet. Wenn diese Situation längere Zeit anhält, führt das zu Magenverstimmung und Verdauungsstörungen. Ihr Klient muss dann häufig aufstoßen, leidet unter Bauchkrämpfen und hat das Gefühl, dass ihm das Essen nicht bekommt. 

 

„Auch, wenn Jodmangel in den Entwicklungsländern häufig schwerwiegendere Folgen hat, tritt er in den entwickelten Ländern ebenso oft auf“

- WHO

4. Trockenheit von Mund und Augen

Jod wird auch von den Drüsen benötigt, die das Auge befeuchten. Dort trägt es zur normalen Bildung von Tränenflüssigkeit bei. Trockenheit und Brennen der Augen kann daher auf einen Jodmangel hinweisen. Auch die Munddrüsen brauchen Jod. Sie benötigen es zur Bildung von Speichel. Leidet Ihr Klient häufig unter trockenen Augen und trockenem Mund? Fragen Sie ihn, ob er Jodsalz meidet und überwiegend Bioprodukte verzehrt. Bioprodukte werden oft unter Verzicht auf Jodsalz hergestellt. Fragen Sie ihn, wie viel Fisch, Schalentiere und Seealgen er verzehrt – die wichtigsten natürlichen Quellen von Jod. Werden diese nur selten verzehrt? Dann muss die Ernährung umgestellt werden. Die ergänzende Einnahme eines Jodsupplements ist in dieser (Übergangs-) Phase stets angeraten.

 

„Jodmangel ist die häufigste Ursache vermeidbarer geistiger Behinderungen“

- WHO

5. Konzentrationsstörungen

Jodmangel ist die häufigste Ursache von Hirnschäden bei Kindern. Jodmangel hemmt die kognitive und motorische Entwicklung und hat damit einen großen Einfluss auf die schulischen und (später auch) beruflichen Leistungen. Wussten Sie, dass Menschen mit Joddefizit bei IQ-Tests im Durchschnitt um 15 Punkte schlechter abschneiden? Das kann, simpel gesagt, den Unterschied zwischen mittlerer Reife (Durchschnitt 100) und Hauptschule (Durchschnitt 90) bedeuten. Seien Sie also ganz besonders hellhörig, wenn es um Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsstörungen geht. Auch hier ist es wichtig, die Ernährung umzustellen und gegebenenfalls eine Supplementierung vorzuschlagen.  

Literatur

  1. articles.mercola.com/sites/articles/archive/2009/10/20/signs-symptoms-and-solutions-for-poor-thyroid-function.aspx#
  2. Cunnane SC, Stewart KM, Human brain evolution – the influence of freshwater and marine food resources, Wiley-Blackwell, New Jersey, 2010.
  3. Cunnane SC., Survival of the fattest – the key to human brain evolution, World Scientific Publishing Co., London, 2005.
  4. realrawfood.com/article/iodine-deficiency-consequences
  5. voedingscentrum.nl/encyclopedie/brood.aspx
  6. who.int/features/qa/17/en/

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