Jodsupplementierung immer wichtiger

Freitag 16-September-2016

Bei Jod denken wir viel öfter an die Schilddrüse als ans Gehirn. Jod wird jedoch von einigen Wissenschaftler als „hirnselektiver Nährstoff“ bezeichnet. Fest steht auf jeden Fall, dass wir immer weniger Jod zu uns nehmen. Woran liegt das und was können wir dagegen tun?

 

Nahrungsmittel, die nicht aus dem Meer stammen, liefern nicht genügend Jod, um die Referenzaufnahme von 150 mcg Jod pro Tag zu gewährleisten. Unsere reichsten Quellen sind daher traditionell Fisch und Meeresfrüchte. Jod ist so wichtig für unser Gehirn, dass Wissenschaftler es als „hirnselektiven Nährstoff“ bezeichnen. Es gibt sogar Wissenschaftler, die behaupten, dass unser Gehirn ohne Jod niemals ein so spektakuläres evolutionäres Wachstum gezeigt hätte. 

Jodaufnahme sinkt

Um Jodmangel entgegenzuwirken, wird vielen Nahrungsmitteln Jodsalz zugesetzt. Bei biologischen Nahrungsmitteln ist dies jedoch oft nicht der Fall. Außerdem entscheidet sich eine zunehmende Zahl von Menschen aus den verschiedensten Gründen für alternative Ernährungskonzepte, die unter anderem auch weniger jodsalzhaltige Lebensmittel enthalten. Insbesondere kann der weitgehende Verzicht auf Fertigprodukte, zu deren Herstellung Jodsalz verwendet wird, zu einer deutlich verringerten Aufnahme von Jod führen. Die Entscheidung für ein gesünderes Ernährungskonzept kann also potenziell zu einem Jodmangel führen, mit all seinen Folgen. 

Auch Fisch bietet keinen ausreichenden Ersatz

Um eine ausreichende Menge an Jod durch den Verzehr von Fisch aufzunehmen, muss man mindestens 150 Gramm Fisch pro Tag zu sich nehmen. Die Niederländer verspeisen beispielsweise nach Angaben des Voedingscentrums im Durchschnitt jedoch nur etwa 10 Gramm Fisch pro Tag. In Bezug auf den Fischkonsum haben wir uns daher weit von unseren evolutionären Wurzeln entfernt. Das wirkt sich auch auf die Schilddrüse, den gesamten Stoffwechsel und auf Wachstumsprozesse aus. Aber es gibt noch eine weitere wichtige Quelle von Jod, die wir auf keinen Fall übersehen sollten.

Kelp: Basis der Nahrungskette

Kelp bildet die Basis vieler Nahrungsketten in den Ozeanen. Daher rührt der relativ hohe Jodgehalt von Fischen. Dies gilt dann weiterhin auch für alle anderen Tiere, die sich von Fisch ernähren. Aber: Je mehr man am Ende der Nahrungskette steht, desto geringer wird der Jodgehalt. Umgekehrt ist beim eigentlichen Ausgangspunkt, beim Kelp, die optimale Menge an biologisch aufnehmbarem Jod anzutreffen. Wenn man also nicht jeden Tag ein großes Stück Fisch verzehren will, stellt Kelp die logische Alternative dar. Aber nicht nur wegen seines Jods ist Kelp so interessant für uns. 

Kelp kann noch viel mehr

Kelp filtert aus dem Meerwasser ein breites Spektrum an Nährstoffen heraus und speichert sie in konzentrierter Form. Im Kelp sind daher kleine Mengen aller essenziellen Elemente und Spurenelemente enthalten. Das sieht nach einer hervorragenden Nahrungsergänzung aus, aber um genügend davon aufzunehmen, müsste man pro Tag 70 Gramm (getrockneten) Kelp mit der Nahrung verzehren. Daher ist es wohl zumeist die bessere Idee, ein Kelpsupplement einzunehmen, das 150 mcg Jod, die empfohlene tägliche Referenzdosis (RI), enthält. 

Jod ist äußerst wichtig für unsere Gesundheit

 Dass Jod von enormer Wichtigkeit für unsere Gesundheit ist, zeigt sich auch an der Liste der von der EFSA zugelassenen gesundheitsbezogene Aussagen zu diesem Mineralstoff. Wie bereits erwähnt, ist Jod wichtig für unser Gehirn: Es trägt unter anderem zu einer normalen kognitiven Funktion und der normalen Funktion des Nervensystems bei. Bekannter ist jedoch seine Bedeutung für die Schilddrüse. 

 

Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Die Schilddrüse ist ein wichtiges Organ zur Regulierung des Stoffwechsels und der Wachstumsprozesse im Körper. Schließlich trägt Jod auch zur normalen Funktion des Energiestoffwechsels und zum normalen Wachstum von Kindern bei. 

  1. Cunnane SC., Survival of the fattest – the key to human brain evolution, World Scientific Publishing Co., London, 2005.
  2. Cunnane SC, Stewart KM, Human brain evolution – the influence of freshwater and marine food resources, Wiley-Blackwell, New Jersey, 2010.
  3. http://www.voedingscentrum.nl/encyclopedie/brood.aspx

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