GABA möglicherweise vorteilhaft bei Diabetes

Donnerstag 17-März-2016

Der Neurotransmitter GABA spielt neben seiner wichtigen Funktion im Nervensystem auch eine unerwartete Rolle in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Dies könnte möglicherweise den Weg zu einer besseren Behandlung von Diabetes ebnen.

 

Im Labor ist es bei Mäusen und menschlichen Zellen bereits gelungen, mithilfe von GABA eine größere Menge von funktionierenden Betazellen zu erzeugen. Dies ist nun auch in einer kleinen Studie am Menschen geglückt. 

GABA stimuliert die Insulinfreisetzung

Alle gesunden Probanden erhielten drei Behandlungen, zwischen denen jeweils eine Woche Pause gemacht wurde. Die drei Behandlungen bestanden aus einer einmaligen Dosis von 2000 mg GABA, einer siebentägigen Behandlung mit dreimal täglich 2000 mg GABA und einer Placebo-Behandlung. 

 

Die Forscher zeigten, dass GABA bei gesunden Probanden die Insulinsekretion aus Betazellen stimulieren kann. Daher kann GABA möglicherweise zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden.

Gut aufnehmbar und sicher

Die Studie war weiterhin dazu konzipiert worden, ein besseres Verständnis der Pharmakokinetik und des Sicherheitsprofils von GABA zu gewinnen. Dabei wurde festgestellt, dass GABA schnell und vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird und danach noch viele Stunden lang im Blut vorhanden ist. Eine dreimal am Tag erfolgende Einnahme erwies sich hierbei als am vorteilhaftesten. 

 

Trotz der hohen Dosis wurden nur leichte Nebenwirkungen festgestellt und es fand keine Akkumulation statt. Dies weist darauf hin, dass GABA für eine längere Verwendung geeignet ist.

Stressreduzierung: niedrigere Dosen

Bei der Anwendung von GABA zur Stressreduktion sind bereits viel geringere Dosierungen als 2000 mg ausreichend. In einer Studie von 2012 wurde gezeigt, dass eine orale Aufnahme von nur 100 mg GABA am Tag bereits nach 30 Minuten zu einem Stressabbau führen kann.

Literatur
  1. Li J, Zhang Z, Liu X, Wang Y, Mao F, Mao J, et al. Study of GABA in Healthy Volunteers: Pharmacokinetics and Pharmacodynamics. Front. Pharmacol. 2015;6:260.http://dx.doi.org/10.3389/fphar.2015.00260 (Open access).
  2. Yoto A, Murao S, Motoki M, Yokoyama Y, Horie N, Takeshima K, et al. Oral intake of γ-aminobutyric acid affects mood and activities of central nervous system during stressed condition induced by mental tasks. Amino Acids. 2012 Sep;43(3):1331–7. http://dx.doi.org/10.1007/s00726-011-1206-6

Cookies

Wenn Sie Ihren Besuch dieser Website fortsetzen und Inhalte durch Anklicken öffnen, stimmen Sie damit der Verwendung von Cookies zu. Mit Cookies sammeln wir Daten zu den Aktivitäten von Besuchern auf unserer Website. Mit diesen Daten erhöhen wir den Benutzungskomfort unserer Website und zeigen Ihnen diejenigen Informationen an, die Sie am meisten interessieren. Wenn Sie keine Cookies akzeptieren, können Sie keine Videos ansehen oder Inhalte auf sozialen Medien teilen.  Mehr Informationen.

Eigene Einstellungen für Cookies festlegen