Großmutters Heilmittel zur Vorbeugung und Genesung

Mittwoch 28-Oktober-2020



Es ist wieder diese Zeit des Jahres: die Erkältungssaison. Noch nie haben wir so sehr versucht, eine Erkältung zu verhindern, denn bei jeder Schnupfennase läuten die Alarmglocken. Jeder greift zu Hausmitteln, um das Immunsystem zu unterstützen. Wir bleiben hierfür am liebsten so naturnah wie möglich. Wir haben unsere Großmütter um Rat gefragt: Was setzen sie wirksam gegen Viren ein? Und warum wirken diese Hausmittel? Wir führen 8 interessante alte Heilmittel auf, um Erkältungen vorzubeugen oder sie schnell zu bekämpfen, wenn die ersten Symptome auftreten. Diese Methoden sind sicher und effektiv beim Einsatz für Prävention und Genesung.

1.      Hühnerbrühe

Brühe aus Hühnerfleisch einschließlich der Knochen, ergänzt mit Gemüse wie Karotten und Sellerie, ist ein jahrhundertealtes Heilmittel gegen Erkältungen. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass Hühnerbrühe mehrere entzündungshemmende Eigenschaften hat. So hemmt Hühnerbrühe signifikant den Einstrom von Neutrophilen in das Gewebe, in dem die Entzündung aufgetreten ist, wie z. B. in den oberen Atemwegen bei einer Erkältung. Dadurch wird die Entzündung weniger ausgeprägt. [1] Es hat sich auch gezeigt, dass Knochenbrühe von Hühnern bestimmte Mikro- und Nanopartikel enthält, die von den Makrophagen in unserem Mund absorbiert werden. Hierdurch werden diese Makrophagen viel effizienter bei der Bekämpfung viraler und bakterieller Infektionen [2]

2.      Lebertran

Im Norden Europas nutzt die Bevölkerung seit Jahrhunderten Lebertran, um sich vor der Kälte zu schützen. Auch dieses Heilmittel ist keine Fabel. Lebertran enthält die goldene Kombination von Vitamin A, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Diese 3 Komponenten sind wesentlich für ein gut funktionierendes Immunsystem [3]. Eine 1989 durchgeführte Studie zeigte, dass Lebertran entzündungshemmend wirkt, weil er wie Hühnerbrühe das Eindringen von Neutrophilen und Monozyten in entzündetes Gewebe hemmt [4]. Zum Glück für uns und unsere Kinder muss Lebertran nicht mehr mit dem Löffel in den Mund gestopft werden, denn es gibt praktische Kapseln. Achten Sie stets darauf, dass das gereinigte Lebertranöl mit dem MSC-Siegel gekennzeichnet ist, damit es sich um nachhaltig gewonnenes Öl handelt.

3.      Echinace

Echinacea ist eine hauptsächlich in Nordamerika vorkommende Pflanze, von der Echinacea purpurea, oder Roter Sonnenhut, die bekannteste ist. Echinacea purpurea wird häufig bei einer Infektion der oberen Atemwege eingesetzt. Es wird vor allem Kindern häufig verabreicht. Echinacea purpurea hat eine vorbeugende Wirkung gegen Virusinfektionen und eignet sich daher prima für die Einnahme während des gesamten Winters. Dies unterstützt die adäquate und effiziente Reaktion des Immunsystems, wenn es mit einem Virus in Kontakt kommt [5,6].

Gegenwärtig besteht die berechtigte Hypothese, dass Echinacea purpurea sogar eine präventive Wirkung gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 haben könnte [7]. In-vitro-Studien haben bereits gezeigt, dass SARS-CoV-2 durch Echinacea purpurea inaktiviert werden kann [8].

4.      Holunderbeere

Holundersirup ist ein typisches Mittel unserer Großmütter, um Erkältungen vorzubeugen oder sie schneller zu heilen. Der lateinische Name der Holunderbeere lautet Sambucus, wovon der Sambucus nigra der bekannteste ist. Holunderbeerextrakt hat mehrere antivirale und antibakterielle Eigenschaften, was teilweise auf die hohe Konzentration an Anthocyaniden zurückzuführen ist, die er enthält. Sambucus nigra kann verwendet werden, um die Symptome einer bereits bestehenden Erkältung oder Grippe zu lindern und die Dauer der Symptome zu verkürzen [10]. Sambucus nigra ist sicher in der Anwendung und hat keine Kontraindikationen.

5.      Apfelessig

Dieses Mittel ist nicht das leckerste, aber es ist wirksam. Apfelessig hat antibakterielle, antivirale und antimykotische (gegen Pilze) Eigenschaften. Apfelessig hat sich als wirksam gegen Infektionen mit E.Coli, Staphylococcus Aureus und dem Pilz Candida Albicans erwiesen [11]. Inwieweit Apfelessig auch gegen Viren wirksam ist, wird noch untersucht [12]. Apfelessig wird daher am besten bei bakteriellen oder Pilzinfektionen eingesetzt, ist aber mit seiner starken antioxidativen Wirkung auch breit einsetzbar.

6.      Warmer Kräutertee mit Honig

Bei Erkältungen, Grippe oder Infektionen der oberen Atemwege greifen wir oft zu heißen Getränken, um die lästigen Halsschmerzen oder den Husten zu lindern. Untersuchungen haben gezeigt, dass dieser Reflex völlig gerechtfertigt ist! Warme Getränke können den Schleim aus der Nasen- und Rachenhöhle leichter löslich machen und so die bekannte verstopfte Nase verhindern [13]. Denken Sie zum Beispiel an Kräutertees, die aus Kräutern gewonnen werden, die einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem haben, wie Ingwer, Kurkuma, Kamille, Pfefferminze und Thymian. Und warum der Schuss Honig? Honig enthält starke Antioxidantien in Form von Polyphenolen. Diese schützen im Falle einer Infektion vor übermäßigen Schäden. Honig wirkt auch entzündungshemmend [14].

Tipp: Kombinieren Sie Tee aus frischem Thymian mit Manuka-Honig, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dieser Tee kann vorbeugend oder bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, Grippe oder anderen Atemwegsinfektionen verwendet werden.

7.      Knoblauch

Knoblauch, oder Allium sativum, ist eine der am meisten verwendeten Heilpflanzen der Welt und gehört zur Familie der Zwiebeln. Die tägliche Verwendung von Knoblauch in der Küche ist eine bewährte Vorbeugung gegen bakterielle und virale Infektionen. Darüber hinaus kann Knoblauch im Falle einer Infektion zur Entzündungshemmung eingesetzt werden. Knoblauch hemmt den pro-inflammatorischen Transkriptionsfaktor NFkB. Knoblauch ist einer der besten Immunmodulatoren mit antiviralen, antibakteriellen, antimykotischen und antioxidativen Eigenschaften [15]. Ist das Essen von Knoblauch unangenehm oder unerwünscht? Dann kann ein standardisierter Extrakt von Allium sativum eine Lösung bieten.

8.      Ruhe und Schlaf

Ausreichender Schlaf und ausreichende Ruhe sind der beste Schutz vor Infektionen. Wir alle führen ein hektisches Leben, was häufig Schlafstörungen zur Folge hat. Zu wenig Stunden Schlaf sowie eine geringere Schlafqualität führen dazu, dass unser Immunsystem während der Nacht nicht ausreichend in der Lage ist, alle Krankheitserreger zu entfernen und Schäden zu reparieren. Dies führt unweigerlich zu verminderter Resistenz und erhöhter Infektanfälligkeit. Sorgen Sie für mindestens 8 Stunden Schlaf pro Nacht und halten Sie einen regelmäßigen Rhythmus ein, um einen optimalen Widerstand zu gewährleisten. Oma hatte die ganze Zeit Recht, unser Schlaf und unser Immunsystem sind untrennbar miteinander verbunden [16].

Wissen in der Praxis

Die Moral unserer Geschichte: Großmutters Weisheit und unsere Natur bieten uns eine Menge Interventionen, um Ihren Klienten zu helfen, ihr Immunsystem zu unterstützen. Mit Hilfe von Ernährung (Hühnerbrühe, ausreichend fetter Fisch, Holundersirup, Apfelessig, Kräutertee mit Honig, Knoblauch), Lebensstil (ausreichend Ruhe und Schlaf) und eventuell unterstützender Supplementation (Lebertran, Echinacea purpurea, Sambucus nigra, Allium sativum) kommen Ihre Klienten durch die kalte Jahreszeit.

Literatur

https://www.medicalnewstoday.com/articles/study-finds-link-between-low-fungi-diversity-in-lungs-and-severity-of-ards

 

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