Fallstudie Gelenke und Müdigkeit

Mittwoch 12-April-2017

Fallstudien helfen, den Blick für Krankheitsbilder und Behandlungswege zu schärfen. Darum hier der interessante Bericht über Saskia, die sich oft müde und abgeschlagen fühlt und Probleme mit den Gelenken hat. Wissen Sie, was Saskia fehlt? Welche Interventionen würden Sie vorschlagen?
 

Im Folgenden lesen Sie eine Fallstudie unseres kPNI-Therapeuten Martijn van Raamsdonk vom Van Ness Lith Health Center (www.vanlithhealthness.nl). Der Name Saskia ist fiktiv. Lesen Sie die Fallstudie und versuchen Sie, sich selbst ein Bild zu machen. Notieren Sie dann zunächst Ihren Befund und Ihren Behandlungsvorschlag. Lesen Sie erst danach weiter!

 

FALLSTUDIE

Wütend, traurig und enttäuscht von ihrem eigenen Körper... Seit fünf Jahren leidet Saskia (36) unter ständig wiederkehrenden Entzündungen in verschiedenen Teilen ihres Körpers. Es begann nach einer langen stresserfüllten Zeit, als sie plötzlich Grippe bekam und seitdem am laufenden Band Probleme hat.

 

Anfangs traten die Beschwerden nur nach dem Sport auf, aber in den letzten Jahren zeigen sie sich immer häufiger auch zu anderen Zeiten. Schmerzen in den Muskeln und Gelenken, Morgensteifigkeit, Schwunglosigkeit und starke Müdigkeit. Nicht nur, dass sie ihren Beruf als Beraterin nur noch halbtags ausüben kann, auch ihr größtes Hobby, das Tanzen, musste sie aufgeben.

 

Von ihrem Hausarzt wurde sie an einen Rheumatologen überwiesen und nach mehreren Bluttests stand die Diagnose, die sie befürchtet hatte, fest: Sie hatte ein Gen, das mit Rheuma in Verbindung gebracht wird. Angesichts ihrer manifesten entzündlichen Beschwerden stellte der Rheumatologe daher die Diagnose: Rheumatoide Arthritis.

 

Mit den Schmerzen und der auf halbe Tage reduzierten Arbeit hätte sie sich anfangs noch abfinden können. Aber die Erkenntnis, dass sich die zunehmenden Beeinträchtigungen immer stärker auf Arbeit und Hobbys und schließlich auch auf ihre Ehe auszuwirken begannen, brachte sie schließlich zur Entscheidung, zu mir zu kommen. Kann Ihr die kPNI helfen?

 

Welche Intervention würden Sie wählen? Überlegen Sie sich zunächst ein Konzept und schreiben Sie es auf, um die Beurteilung, die Behandlung und das Fazit des behandelnden Therapeuten für den vorliegenden Fall zu lesen.

 

 

BEURTEILUNG DES THERAPEUTEN

Die medizinische Diagnose wurde bereits durch den Arzt gestellt: Rheumatoide Arthritis. Eine medizinische Bezeichnung, aus der nicht genau hervorgeht, welche Beschwerden konkret beim Betroffenen vorliegen. Für Saskia bedeutet dies periodische Entzündungen in ihren Muskeln und Gelenken. Diese verursachen Schmerzen und Steifigkeit beim morgendlichen Aufstehen. Ihre Arbeit als Beraterin kann sie nur noch zu 50 % ausüben und auch ihr größtes Hobby, das Tanzen, das für sie immer die beste Gelegenheit zum Ausspannen und Zusammensein mit Freundinnen bot, musste sie aufgeben.

 

Durch die Schmerzen, die Steifigkeit und den schwindenden Elan ist die Beziehung mit ihrem Mann auch nicht mehr das, was sie früher einmal war. Anstelle der geselligen, lebhaften und energischen jungen Frau, die sie früher einmal war, erscheint sie jetzt wie frühzeitig gealtert. Wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt, hat sie nichts anderes mehr im Sinn, als die Füße hochzulegen und früh schlafen zu gehen.

 

INTERVENTION

Ich erkläre Saskia, dass Rheuma im Allgemeinen einen unsteten Verlauf zeigt, bei dem Perioden mit mehr oder weniger Beschwerden einander abwechseln. Gemeinsam besprechen wir die Möglichkeiten, die zu einer Änderung der Symptome führen können, einschließlich Entzündungshemmung über die Ernährung. Plötzlich sieht Saskia neue Hoffnung. „Wenn wir meinem Körper optimal beibringen können, Entzündungen abzubauen und neue Entzündungen erst gar nicht mehr aufkommen zu lassen, könnte ich dann wieder ein Leben mit viel weniger Beschwerden leben?“, fragt sie.

 

Wir entwickeln für sie eine intermittierende Fastendiät, die soviel Fisch, Geflügel, Eier, Gemüse, Früchte, Nüsse und Samen wie nur möglich enthält. Wir vermeiden Produkte, die ihr Krankheitsbild negativ beeinflussen könnten. Außerdem empfehlen wir Supplemente, die einen positiven Einfluss auf ihre Körperbarrieren ausüben. So kann das Immunsystem zur Ruhe kommen und effektiver mit Entzündungen umgehen. Schließlich nimmt sie noch einige Übungen mit nach Hause, die ihr helfen, besser mit Stress umzugehen.

 

FAZIT

Nach sechs Wochen nimmt Saskia erneut Kontakt mit mir auf. Sie berichtet, dass sie direkt nach unserem ersten Gespräch wieder neue Hoffnung geschöpft hat. Sie hat ihre Ernährung umgestellt, die Supplemente angewendet, die ihr Immunsystem regulieren, und macht mehrmals pro Woche die Übungen, die ich ihr empfohlen habe, um Stress zu reduzieren. Die Tatsache, dass man „Rheuma“ hat, bedeutet eben nicht, dass man ständig starke Beschwerden haben muss. Zu Hause war ihr Mann begeistert von der Aussicht, dass er bald seine „alte“ Saskia wiederhaben könnte.

 

Ihre Beschwerden haben sich um mindestens 50 % verringert und letzte Woche hat sie zum ersten Mal einen zehnminütigen strammen Waldlauf absolviert – ein hervorragendes Sprungbrett, um wieder mit dem Tanzen zu beginnen. Wir besprechen, dass sie noch einige Male in die Praxis kommen soll. Bei diesen Treffen gehen wir alle Faktoren durch, die dazu beigetragen haben, dass Saskia diese Krankheit entwickelt hat, und eliminieren alle, auf die wir Einfluss haben. Saskia ist inzwischen sehr zufrieden und sieht ein, dass der Rückgang der Beschwerden von einigen Monaten bis zu einem Jahr dauern kann.

 

 

Martijn van Raamsdonk, klinischer PNI-Therapeut

Van Lith Healthness Center, www.vanlithhealthness.nl

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