Setzen Sie Carotinoide wieder auf die Speisekarte

Mittwoch 12-Oktober-2016

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Obst und Gemüse stehen nicht bei jedem ganz oben auf der Speisekarte. Dadurch wird auch die Aufnahme von Carotinoiden beeinträchtigt. Mit einem hochwertigen Carotinoid-Supplement geben Sie Ihrer Nahrung die nötige Breite zurück. Aber warum ist das eigentlich so wichtig? Und was heißt hochwertig?

 

Was haben Karotten, rote Früchte und die Schnäbel von Papageientauchern gemeinsam? Sie verdanken ihr farbenfrohes Aussehen den Carotinoiden. Gelb-, Orange- und Rottöne sind ein Zeichen dafür, dass Nahrungsmittel viele gute Nährstoffe enthalten. In der Natur wird Gesundheit gerne stolz zur Schau gestellt.

 

Daran sollte sich der Mensch ein Beispiel nehmen. Aber genau wie die meisten anderen Säugetiere kann der Menschen selbst keine Carotinoide bilden. Daher müssen sie ständig aus Karotten, Jamswurzeln, Süßkartoffeln, Papayas, Wassermelonen, Mangos, Spinat, Grünkohl oder Paprika aufgenommen werden.

 

Obwohl auf dieser Liste durchaus leckere Speisen stehen, verzehren die meisten dennoch nicht genug davon. Und selbst wenn, kann das immer noch zu wenig sein.

 

Wissen, was man isst           

Stammen die Lebensmittel aus biologischem Anbau? Wurde das Obst unreif gepflückt? Wie steht es um die Bodenqualität? Auswaschung und Bodenerosion sind sehr verbreitete Probleme in der Landwirtschaft. Und was nicht im Boden ist, kommt auch nicht auf unseren Teller. Noch wichtiger: Durch Selektion und Manipulation werden unsere Nahrungspflanzen viel größer als früher. Und diese Vergrößerung geschieht weitgehend zugunsten eines Nährstoffs, von dem wir ohnehin schon mehr als genug zu uns nehmen.

 

Kohlenhydrate. Unsere Nahrung strotzt geradezu davon. Die wirklich wichtigen Nährstoffe – Vitamine, Mineralstoffe, Fette, Proteine und Phytonutrienten wie zum Beispiel Carotinoide – werden immer mehr verdünnt. Man muss daher immer mehr Nahrung zu sich nehmen, um genügend Nährstoffe zu erhalten. Das bedeutet, dass wir im Grunde Riesenmengen von dem verzehren müssten, was bislang kaum auf unserem Speisezettel steht. Aber was bringt das eigentlich? Kann man nicht auch mit weniger Carotinoiden auskommen?

 

Immunsystem und Sehvermögen

Beginnen wir mit dem am besten erforschten Carotinoid: Beta-Carotin, einer wichtigen Quelle von Provitamin A. Dieses Provitamin wird im Darm und in der Leber immer nur genau nach Bedarf in Vitamin A umgewandelt. Daher ist eine Überdosierung völlig ausgeschlossen. Auch in der Schwangerschaft. Vitamin A spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem und es ist gut für das Sehvermögen. Das wissen Sie alles schon längst? Dann finden Sie vielleicht das Folgende interessanter:

 

Die Teilnehmer einer Studie, die in der Fachzeitschrift Photochemistry and Photobiology veröffentlicht wurde, nahmen zehn Wochen lang Beta-Carotin ein. Wie sich zeigte, sank mit der Einnahme das Risiko der Teilnehmer für Sonnenbrand. Mit jedem Monat der Supplementierung nahm der Sonnenschutz zu. Was aber vielleicht noch überraschender ist: Beta-Carotin kann offenbar auch gegen das metabolische Syndrom schützen.

 

Metabolisches Syndrom

Kennzeichen des metabolischen Syndroms sind erhöhte Blutdruck-, Blutzucker-, Cholesterin- und Bauchfettwerte. Dadurch steigt unter anderem das Risiko für Diabetes. Das Journal of Nutrition veröffentlichte im Jahr 2009 eine Studie, die zeigt, dass zumindest  bei älteren Männern das Risiko des metabolischen Syndroms sinkt, wenn sie mehr Beta-Carotin zu sich nehmen.

 

Mehr ist besser. Die Männer, die am meisten Beta-Carotin zu sich nahmen, wiesen das geringste Risiko für metabolisches Syndrom auf. Die Forscher nehmen an, dass dies auf die antioxidative Wirkung des Beta-Carotins zurückzuführen ist. Aber nun wollen wir einmal die nicht ganz so „populären“ Carotinoide unter die Lupe nehmen. Was haben die zu bieten?

 

Das Wissen von heute: Alpha-Carotin

Die Wissenschaft schreibt Alpha-Carotin erst seit kurzem den Stellenwert zu, den es verdient. Alpha-Carotin liefert nur etwa halb so viel Provitamin A wie Beta-Carotin. Aber es verfügt über einige gesundheitliche Vorteile, die uns Beta-Carotin nicht bieten kann. In einer Studie, die 14 Jahre lang durchgeführt wurde, zeigte sich, dass hohe Alpha-Carotin-Blutspiegel umgekehrt proportional zur Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Erkrankungen waren.

 

Daher: Je mehr Alpha-Carotin, desto geringer das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In einer weiteren Studie erwies sich Alpha-Carotin sogar als geeigneter zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit tödlichem Ausgang als Beta-Carotin. Trotzdem ist Alpha-Carotin oft nicht in ausreichend hohen Dosierungen in Carotinoid-Supplementen enthalten.

 

Hochwertiges Carotinoid-Supplement

Ein hochwertiges Carotinoid-Supplement ergänzt Beta-Carotin mit einer entsprechenden Menge Alpha-Carotin. Aber nimmt man dann noch genügend Vitamin A zu sich? Es liefert doch nur etwa halb so viel Provitamin A wie Beta-Carotin.

 

Dafür gibt es eine einfache Lösung: Man verdoppelt einfach die Dosis. Dabei braucht man sich keinerlei Sorgen wegen einer möglichen Überdosierung zu machen: Genau wie bei Beta-Carotin wird nur so viel davon in Vitamin A umgewandelt, wie der Körper wirklich braucht. Jetzt fehlt uns nur noch ein bisschen mehr Breite. Die erhalten wir durch Lycopin, Lutein und Zeaxanthin.

 

Lycopin

Lycopin verleiht Wassermelonen, Tomaten, Guave, Grapefruit, Papaya, Karotten und Petersilie Farbe. Von allen Carotinoiden hat Lycopin die beste molekulare Form zur Neutralisierung von freien Radikalen. Außerdem wird es mit einer besseren Knochengesundheit und weniger Knochenbrüchen in Verbindung gebracht und wirkt möglicherweise präventiv gegen Osteoporose. Und mehr noch: In einer Studie bei Männern mittleren Alters verringerte es das Risiko eines Schlaganfalls um beachtliche 55 Prozent. 

 

Augenschäden verhindern

Lutein und Zeaxanthin sind Bestandteile des gelben Flecks im Auge, der für die Farbwahrnehmung wichtig ist. Gemeinsam schützen sie das Auge gegen UV-Strahlen. Dieser Lichtanteil hat eine ionisierende Wirkung, die für das Auge schädlich ist. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Lutein das Risiko einer altersbedingten Makuladegeneration verringern kann, der Bildung von Katarakten entgegenwirkt und vor Überempfindlichkeit gegenüber Licht schützt.

 

Die medizinische Fachzeitschrift Circulation berichtet, dass Luteinsupplemente einer Wandverdickung in den Arterien entgegenwirken können. Dies kommt der gesamten Blutversorgung des Körpers zugute. Um genügend Lutein und Zeaxanthin aufzunehmen, sollten Sie viel Grünkohl, Spinat, Pastinaken, Kürbis, Paprika, gelbe Früchte und Avocado verzehren. Aber Sie müssen auch bereit sein, Fett in der Nahrung zuzulassen.

 

Fett, Fett, Fett

Dass Fette nicht per definitionem schlecht sind – außer Transfette – wissen wir inzwischen sehr genau. Fett erzeugt ein Sättigungsgefühl, sodass wir weniger essen. Fett ist ein wichtiger Baustein des Gehirns. Ein ausgewogenes Verhältnis von Fettsäuren ermöglicht Entzündungsreaktionen, die bei Bedarf einsetzen und rechtzeitig wieder abklingen. Auch für die Aufnahme von Carotinoiden durch den Körper ist Fett wichtig. Eine Paprikaschote ist eine gesunde Zwischenmahlzeit, aber ohne Fett ist ihr Nutzen nur gering.

 

Auch ein hochwertiges Carotinoidsupplement sollte man daher nur zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen. Fragen Sie Ihren Klienten deshalb immer, ob er sich fettarm oder fettfrei ernährt. Hierdurch könnten Mangelerscheinungen entstehen, ohne dass der betreffende Klient dies bemerkt. Bis man sich dann auf einmal mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Makuladegeneration und metabolischem Syndrom konfrontiert sieht.

 

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